INSIGHT GRINDEL

Johannes Groht 
INSIGHT GRINDEL
84 farbige Fotografien
116 Seiten, 17 x 23 cm Hardcover, Fadenheftung
Goldener Textileinband mit Prägung
Druck und Bindung: Offsetdruckerei Grammlich  
Hamburg 2025
33 €


Das Buch mit den Arbeiten aus dem Grindelviertel in Hamburg erscheint zur gleichnamigen Ausstellung in der Yard Gallery im Mai 2025.

Das Grindelviertel ist ein von kleinen Geschäften und internationaler Gastronomie geprägter Stadtteil Hamburgs. Johannes Groht lebt und arbeitet hier seit vielen Jahren. In seinen Fotografien geht es um fremde Welten in den halb durchsichtigen, halb spiegelnden Schaufenstern, die Brüche vermeintlich perfekter Werbeflächen und die Magie des Alltäglichen. 

Gestern und Heute, Innen und Außen sind auf mystische Weise miteinander verbunden. Dabei kann das Verborgene auch als Metapher für das Unbewusste verstanden werden. Es ist immer da – es spaziert mit, es sieht mit, es lacht mit. Was können wir sehen? Was wollen wir sehen? Und was nicht?

»A kind of productive confusion is created in the melding of inside and outside, interior and exterior, familiar and unfamiliar [...] a book of small, beautiful treasures« 
Steve Harp, Rezension im Photobook Journal am 8.9.2025

»Ich mag das palimpsesthafte, mit dem das Buch startet und das sich dann aber über alle weiteren Motive – ins Räumliche übertragen – fortsetzt: eine Feier des Unspektakulären. Spiegelungen werden zu Aussagen über Teilhabe und Ausschluss. Wer sieht? Wer wird gesehen? Wer bleibt verborgen? In deinen Bildern verschränken sich Objektivität und Subjektivität, sozialer Raum und individuelles Erfassen. Das ist keine dokumentarische Reportage – sondern ein poetisch-phänomenologischer Blick.
Was mich beeindruckt: Du weichst der Versuchung zur Pose aus. Nichts schreit, nichts drängt sich auf – aber alles insistiert.  Es gibt in deinen Bildern eine dialektische Spannung: zwischen Nähe und Distanz, Klarheit und Verdeckung. Man merkt, dass du nicht zeigen willst, sondern fragen lässt. Und genau das macht deine Arbeit so anregend. Sie fordert Aufmerksamkeit – aber ohne Didaktik. Sie ist politisch, ohne Parole. Poetisch, ohne Pathos.«
Jens Windolf, 14.6.2025

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