Menhire in Deutschland

Johannes Groht
Menhire in Deutschland

424 farbige und schwarzweiße Fotografien, 43 Illustrationen, 13 Karten, 3 Falttafeln
504 Seiten, 24,5 × 30 cm, gebunden
Mit Beiträgen von Ralf Schwarz und Bernd Zich 
Herausgegeben von Harald Meller, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Halle (Saale) 2013
ISBN 978-3-943904-18-5
auf Anfrage

Menhire (»Hinkelsteine«) sind die ältesten heute noch sichtbaren Zeugnisse menschlicher Kultur in der Landschaft. Die bis zu 7.000 Jahre alten Monolithen, Steinreihen und Steinkreise erzählen von der erdverbundenen und auf den Kosmos gerichteten Spiritualität der Stein- und Bronzezeit. 

In den Jahren 2005 bis 2011 habe ich alle bekannten Kultplätze in Deutschland bereist, beschrieben, vermessen und mit der Großformatkamera fotografiert. Aus meinen Daten und der gesamten deutschsprachigen Fachliteratur habe ich dann für das Buch den ersten vollständigen wissenschaftlichen Katalog seit 1955 erarbeitet. 

»Der Hamburger Fotograf Johannes Groht, vielen bereits bekannt durch seinen hervorragenden Bildband Tempel der Ahnen über Megalithdenkmäler in Norddeutschland, hat den dort beschrittenen Weg (zum Glück für uns) weiter verfolgt und […] ein Kompendium produziert, das tatsächlich, wie es im Vorwort heißt, neue Wege gehen dürfte. Der nach über 50 Jahren erste wieder umfassende Band über Menhire in Deutschland […] bringt vor allem die exzellenten analogen Fotografien von Johannes Groht, der übrigens auch für das sorgfältige Layout und den Satz des Buches verantwortlich ist. In diesen Aufnahmen bekommt der Leser mehr als nur ein sachlich korrektes Bild des Menhirs und seiner Umgebung. Er bekommt die Augen für dasjenige geöffnet, was diese einmaligen Kulturwerke eigentlich erst ausmacht.«
Roland Halfen, die Drei, 9/2014

»Die vielen exzellenten und aufwendig gedruckten Fotos [machen] das Buch zu einem besonderen Werk [...]. Die Faszination, die Menhire zu ­allen Zeiten auf Menschen ausgeübt haben, erfährt mit dem Buch und vor allem den Fotos einen mehr als empfehlenswerten Niederschlag.«
Dirk Paul Mielke, Archäologie in Deutschland, 1/2014

»Für Liebhaber vorgeschichtlicher Kultstätten ist dieses Buch ein MUSS! Liebevoll aufgemacht, umfangreich, detailliert, fundiert, ästhetisch und wahrhaft nicht zu teuer.«
O. Rippe, amazon.de, 13.1.2014 

»Interessant ist die Beobachtung Grohts, dass Menhire niemals auf dem höchsten Punkt einer Erhebung stehen. Sie halten [...] meist eine bestimmte Entfernung zu einem Berg ein. Sie scheinen mit ihm in einer Beziehung zu stehen. Es handelt sich offensichtlich um Landart.
Der Fotograf sieht natürlich sofort, wozu die Wissenschaftler Generationen brauchen. Groht ist ein genauer Betrachter, ein ironischer dazu. Nichts liegt ihm ferner als der in manchen Kreisen grassierende Steinkult. Er nennt ihn das Retrolithikum.« 
Arno Widmann, Berliner Zeitung, 2.12.2013 

»Der Mensch vor 6.000 Jah­ren [...] setz­te sein Zei­chen noch in ei­ne all­um­fas­sen­de, über­mäch­ti­ge Na­tur, um sich sei­ner selbst zu ver­ge­wis­sern und sich ei­nen ei­ge­nen, geis­ti­gen Raum zu schaf­fen. Das ge­schah in ei­ner tie­fen Ver­bun­den­heit mit der Er­de und dem Kos­mos – ei­ner Ver­bun­den­heit, nach der heu­te wie­der vie­le su­chen.« Mo­ni­ka Knapp spricht mit Johannes Groht über »Kraft­plät­ze«, ver­schie­de­ne Blick­win­kel und das Be­son­de­re im Ba­na­len, KGS, 10.2013

»Johannes Goht spürte über acht Jahre lang Deutschlands Menhiren nach und hielt diese mit der Großbildkamera in atemberaubenden Bildern fest. Mit diesem spektakulären Band liegt erstmals ein Buch vor, das sämtliche in Deutschland existierenden Menhire detailgenau vorstellt.«
Nürtinger Zeitung, 14.8.2013

»Die vielen Fotos in diesem Band beweisen: Wo die Menhire warten, scheint der Geist ihrer Erbauer zum Greifen nah.«
PM History, 7/8.2013

»Menhire in Deutschland ist nicht nur ein fotografisch-künstlerisch hochwertiger Bildband und eine Enzyklopädie zum Nachschlagen. Schon jetzt muss es als Standardwerk bezeichnet werden, das zudem viele Anregungen für eigene Erkundungen zu bieten hat.«
timediver, amazon.de, 11.5.2013

Bedeutsam erscheint mir seine Vorbemerkung […], wo er auf die Vogelgestalt einiger Steine aus verschiedenen Bundesländern einging. Es handelt sich anscheinend um eine bemerkenswerte Entdeckung des Autors und weckt den Verdacht auf schamanische Bezüge bei Menhiren.
Adoranten, 2013

»Ein Band, der über viele Jahre als Dokumentation dieser Zeugnisse unserer Vorgeschichte des 4., 3. und 2. Jahrtausends v. Chr. verbindlich sein wird.«
Nünnerich-Asmus-Verlag

»Die Aufnahmen von Johannes Groht beeindrucken durch ihre sachliche Authentizität. Man hat den Eindruck, nicht einmal ein scheinbar störender morscher Ast wurde beiseite genommen, um den jetzigen Zustand unverfälscht zu dokumentieren. Darüber hinaus ergeben sich jedoch durch prägnante landschaftliche Lage und die Kunst des Fotografen immer wieder atemberaubende Stimmungen, die von der Schönheit unserer Landschaft, die durch die Intervention und Irritation des Menhirs oft noch gesteigert wird, zeugen.«
Harald Meller im Vorwort

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